Centropyge venustus ist ein eher scheuer und in unseren heimischen Aquarien nur sehr selten anzutreffender Vertreter seiner Art. Er lebt im Meer in Höhlen und Unterwasserschluchten in größerer Tiefe (30-40m) und sollte daher sehr langsam an die Lichtverhältnisse in unseren Aquarien, über einen längeren Zeitraum, sehr langsam angepasst werden. In etwa vergleichbar mit der Anpassung von Anthiasen die im Meer ebenfalls in größerer Tiefe leben.
Centropyge venustus hatte schon die verschiedensten wissenschaftlichen Namen so unter anderem Holacanthus venustus, Paracentropyge venusta und Sumireyakko venustus. Seit Anfang 2007 heißt er nun wieder Centropyge venustus. Die besonderst schöne Färbung des Fisches, ein leuchtend gelber Körper mit seiner Lila-Purpur/Blauen Gesichtsmaske die an eine Triangel erinnert und dem meist tiefblauen Rücken, der eingerahmt wird von einem meist leuchtend hellblauem Flossenrand an Dorsal-, Bauch- und Rückenfloße. Eine wunderschöne Bereicherung für jedes Riff-Aquarium, wenn auch keine sehr billige. Leider wird Centropyge venustus nachgesagt, wie so vielen anderen Zwergkaisern ja auch, er picke an Korallen. Ich konnte dies zwar auch schon beobachten, allerdings keinerlei Schädigung der Korallen feststellen. Ich vermute sie picken den Schleim der Korallen ab.
Centropyge venustus lässt andere Mitbewohner meist vollkommen in Ruhe, auch kleinere und später eingesetzte Tiere interessieren ihn nicht wirklich. Adulte Böcke allerdings können auch schon mal aggresiv werden , meisst aber nur gegenüber ähnlich gefärbten, oder im Körperbau ähnelnden Fischen.
Eine besondere Beachtung verdient die Fütterung. In der Natur ernähren sich Centropyge venustus wohl überwiegend von Schwämmen, obwohl auch das nur vermutet werden kann. Wir sollten daher während der Eigewöhnungphase ein inzwischen ja erhältlichen speziellen Kaiserfisch-Futtermix, der unter anderem auch kleine Stücke Schwamm beinhaltet, anbieten. Ansonsten muss versucht werden sie so schnell als möglich an Esratzfutter zu bringen. Dies gelingt am ehesten während der Eingewöhnung (Quarantäne) da die Tiere dann dem wenigsten Stress ausgesetzt sind.